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TOP DOGS

Die Satire «Top Dogs» von Urs Widmer, die 1977 im Verlag der Autoren erschienen ist und mehrfach ausgezeichnet wurde, beschäftigt sich mit gekündigten Topmanagern, die der völligen Entfremdung von ihrem Beruf, ihrem Privatleben und sich selbst zum Opfer gefallen sind. Aus entlassenen Führungskräften, die vorher an den Schalthebeln der Macht sassen, den Top Dogs, werden Underdogs. Sie müssen nun das Grauen und das Groteske, das sie andern durch ihre Entlassung zugefügt haben, an sich selbst erleben. Sie, die bis vor kurzem noch unantastbar schienen, werden nun plötzlich entlassen, weil Unternehmen umstrukturieren. Die Entlassungswelle hat die Macher erreicht.

So treffen sich die sieben in ihrem Leistungseifer völlig gebremsten ManagerInnen in der «New Challenge Company», wo sie den Gleichgesinnten ihre Entlassungsgeschichte und deren Folgen nicht nur erzählen können, sondern im Rahmen der psychologischen Therapie Situationen auch nachspielen. Dies zwecks Schockabfederung, Enttäuschungsverarbeitung und späterer beruflicher Reintegration.
Präsentiert wird ein Königsdrama der Wirtschaft. Das bugsiert das Spiel aus den Grauzonen der üblichen Sozialreportrage heraus, sichert ihm überraschende Einsichten und Witz: Ein klein wenig Schadenfreude natürlich ist auch dabei.

Der Autor Urs Widmer hat in seinem Stück fast keine Regieanweisungen angebracht und überlässt den jeweiligen Bühnen freie Hand für ihre ganz eigene Inszenierung, so auch dem Theater Baar.

Der Autor

Urs Widmer wurde am 21. Mai 1938 als Sohn des Übersetzers und Literaturkritikers Walter Widmer in Basel geboren. Aufgrund der Tätigkeit seines Vaters kam er schon als Kind mit der Literatur in Kontakt. So war auch der deutsche Autor und Nobelpreisträger Heinrich Böll häufiger Gast im Hause Widmer.

Urs Widmer studierte Germanistik, Romanistik und Geschichte. 1966 wurde er in Basel promoviert. Anschliessend begann er als Verlagslektor und lebte von 1967 bis 1984 in Frankfurt am Main als freier Schriftsteller, ehe er wieder in die Schweiz zurückkehrte. Er gehörte zu den Mitgründern des Verlags der Autoren, durch den seine Theaterstücke noch heute publiziert werden.

Die Jury des Friedrich Hölderlin Preises 2007 bemerkte, eine Stärke von Widmers Texten sei: Der Wechsel der Töne. Ironie und Satire stehen neben surrealer und realistischer Präzision.

 

Die Spielerinnen und Spieler

Herr Krause gespielt von Thomas Inglin

Frau Tschudi gespielt von Vreni Dossenbach

Frau Jenkins gespielt von Bianca Arnold

Herr Bihler gespielt von Marcel de Sepibus

Frau Müller gespielt von Rachel Egger

Herr Neuenschwander gespielt von Oliver Staubli

Frau Wraage gespielt von Jeannine Lütolf

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